Generalistische Pflegeausbildung

Erhalte spannende Einblicke in die vielfältigen Pflegeberufe, mit informativen Hintergründen und persönlichen Geschichten echter Menschen. Filme geben dir authentische Eindrücke aus dem Pflegealltag und zeigen, was diese Berufe wirklich ausmacht.

Porträt von Keyanoosh: lächelnder Pfleger mit dunklen Locken und dunkelblauem Kasack vor petrolfarbenem Hintergrund
Porträt von Selina: lächelnde Pflegekraft mit roten Haaren und lila Kasack vor grünem Hintergrund

Einblick von Keyanoosh und Selina

Lehrer zeigt Auszubildenden in einem hellen Klassenraum an einem Skelettmodell den menschlichen Körper

Wie läuft die generalistische Pflegeausbildung?

Die generalistische Pflegeausbildung führt drei bisher eigenständige Berufe (Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege) zu einem Pflegeberuf zusammen. Damit bist du nicht mehr nur auf einen Bereich festgelegt, sondern erwirbst Kompetenzen für die Pflege von Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen. Der Abschluss lautet Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann, unter bestimmten Voraussetzungen kannst du dich im dritten Ausbildungsjahr für einen speziellen Abschluss in der Langzeitpflege oder der Pädiatrie entscheiden. Während der Ausbildung lernst du verschiedene Pflegesettings kennen und wirst schrittweise mit Unterstützung von Praxisanleitung an die eigenständige Wahrnehmung von Aufgaben herangeführt.

Keyanoosh erzählt seine Geschichte

Lehrer zeigt Auszubildenden in einem hellen Klassenraum an einem Skelettmodell den menschlichen Körper
Porträt von Keyanoosh: lächelnder Pfleger mit dunklen Locken und dunkelblauem Kasack vor petrolfarbenem Hintergrund

Keyanoosh in der generalistischen Ausbildung.

Keyanoosh

„Du entscheidest dich nicht bloß für einen Beruf – sondern für eine Lebenseinstellung.“

Keyanoosh kam als Quereinsteiger in die Pflege – mit Lebenserfahrung, Haltung und dem Wunsch, etwas Sinnvolles zu tun. Heute macht er eine Ausbildung zum Pflegefachmann in Hamburg und erzählt, was ihn antreibt, woher er kommt und warum Pflege für ihn mehr bedeutet als nur ein Job.

Seine Botschaft: „Ich bin kein Wichtigtuer. Aber es gibt mir viel, dass meine Arbeit wichtig ist.“

Der Weg ist das Ziel: Gestalte die Zukunft der Pflege

Die Ausbildung gliedert sich in einen schulischen Teil mit theoretischem und praktischem Unterricht an einer Pflegeschule mit mindestens 2.100 Unterrichtsstunden sowie einer praktischen Ausbildung mit mindestens 2.500 Stunden.

Um dich für die generalistische Pflegeausbildung zu qualifizieren, benötigst du einen mittleren Schulabschluss (MSA) oder einen ersten allgemeinbildenden Schulabschluss (ESA, nach Klasse 9) in Kombination mit einer erfolgreich abgeschlossenen landesrechtlich geregelten Assistenz- oder Helferausbildung. Auch der erfolgreiche Abschluss einer sonstigen zehnjährigen allgemeinen Schulbildung (zum Beispiel erweiterter Erster allgemeinbildender Schulabschluss) ermöglicht den Zugang.

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen findest du unter dem Info-Flyer. Falls du Informationen in Form von Videos bevorzugst, schaue gerne auf dem YouTube-Kanal der Zentralen Koordinationsstelle (ZKS) Pflegeausbildung vorbei.

Genauso wichtig wie die gesundheitliche Eignung sind die persönlichen Eigenschaften, die du mitbringst. Kommunikationsgeschick, Empathie, Teamgeist und Freude an der Arbeit mit Menschen sind unverzichtbar. Du wirst Menschen in ihren schwierigsten Momenten unterstützen, also ist Stressresistenz ein Muss.

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre in Vollzeit oder bis zu fünf Jahre in Teilzeit. Zunächst werden alle Auszubildenden gemeinsam über zwei Jahre generalistisch ausgebildet. Unter Berücksichtigung der Wahl des Ausbildungsträgers ergibt sich im dritten Ausbildungsjahr die Möglichkeit, einen spezialisierten Abschluss in der Altenpflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu erwerben. Auszubildende, die einen Ausbildungsvertrag mit dem Vertiefungsschwerpunkt „Langzeitpflege“ oder „Pädiatrische Versorgung“ abgeschlossen haben, können sich zum Ende des zweiten Ausbildungsjahres für einen Spezialabschluss entscheiden. Also entweder für den Abschluss als „Altenpfleger/in“ oder als „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in“. Sie erhalten dann im letzten Ausbildungsjahr den auf diese Altersgruppen speziell ausgerichteten Unterricht in der Pflegeschule.

Alle anderen setzen den generalistischen Ausbildungsweg im dritten Ausbildungsjahr fort. Der generalistische Abschluss ist EU-weit anerkannt, wodurch auch das Arbeiten im Ausland problemlos möglich ist. Eine Verkürzung der Ausbildungszeit ist aufgrund vorheriger abgeschlossener Ausbildungen möglich. Ebenso kann man die Ausbildung in Teilzeit absolvieren.

Während dieser Zeit wirst du die theoretischen Grundlagen in der Schule lernen und in verschiedenen Praxisphasen wertvolle Erfahrungen sammeln. Diese Erfahrungen werden nicht nur deine berufliche Entwicklung fördern, sondern auch dein Selbstbewusstsein stärken.

Die generalistische Pflegeausbildung öffnet Türen zu einer Vielzahl von Karrieremöglichkeiten. Du wirst für die Arbeit in verschiedenen Pflegesettings qualifiziert und kannst nach erfolgreichem Abschluss in sämtlichen pflegerischen Bereichen (z.B. Krankenhäuser, Pflegeheime, ambulante Pflegediensten, Hospize, psychiatrische sowie pädiatrische Einrichtungen) arbeiten. Außerdem kannst du dich kontinuierlich in verschiedenen Bereichen (z.B. Intensiv, Onkologie, Gerontopsychiatrie) weiterbilden und dich ggf. auch als Leitungskraft qualifizieren. Auch eine Vertiefung in verschiedenen Studiengängen (z.B. Pflegepädagogik oder Pflegewissenschaft) ist möglich.

Porträt von Selina: lächelnde Pflegekraft mit roten Haaren und lila Kasack vor grünem Hintergrund

Selina ist ziemlich ausgebildet.

Selina hat sich für die Ausbildung in der Pflege entschieden. Für sie genau die richtige Bühne: „Pflege macht übrigens Spaß. Superhart und weich zugleich. Emotional anspruchsvoll. Die ganze Medizin und so. Und diese Großpackung Leben. Als Azubi in der Pflege gilt das Gleiche wie im Showbiz:
Talent ist gut, aber es kommt auch drauf an, wer hinter dir steht.“

Im Pflegealltag stehen Selina ihr Praxisanleiter und ihre Kolleginnen und Kollegen zur Seite – ihre Band.

„Das Gute am Azubi-Sein ist die Zeit, die ich habe, zu lernen.
Auch wenn es hart auf hart kommt.“

Dein Start in die Pflegeausbildung

Notfallteam in Kasacks und Masken versorgt im Schockraum einen Patienten mit Halskrause, darüber ein Überwachungsmonitor

Deine Praxisanleitung: Der Schlüssel zum Erfolg

In der generalistischen Pflegeausbildung sind Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter unverzichtbar. Sie führen dich behutsam in die Aufgaben des Pflegeberufs ein, bewerten deine Leistungen und halten die Verbindung zur Pflegeschule.

Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter spielen eine maßgebliche Rolle bei deiner fachlichen Entwicklung. Sie unterstützen dich dabei die benötigten Kompetenzen in der Pflege zu erlernen und führen dich schrittweise an die pflegerischen Aufgaben und Tätigkeiten heran. Deine Fortschritte während der Pflegeausbildung werden von ihnen begleitet – sie sind die Schlüsselpersonen und stehen als Ansprechpartnerinnen und -partner zur Verfügung, um deine Entwicklung einer selbstständigen und eigenständigen Arbeitsweise zu unterstützen.

Jamila und Merit in der Ausbildung.

Junge Pflegekraft mit Brille und Handschuhen prüft am Fenster konzentriert eine aufgezogene Spritze
Porträt von Merit: junge Frau mit blondem Pony, Brille und Jeansjacke vor pinkem Hintergrund

Mehr von

Merit in der Ausbildung

Merit ist durch und durch sozial. So kam sie während ihres FSJs auf einer Station für Schizophrenie und Psychosen auf die Idee, ihre berufliche Laufbahn mit einer Ausbildung im medizinischen Bereich zu starten. „Mein Stationsleiter beim FSJ war ein richtig guter Krankenpfleger. Er hat mich von der Pflege überzeugt.“

Doch das war es noch lange nicht für die angehende Pflegefachkraft: Sie möchte irgendwann bei „Ärzte ohne Grenzen“ arbeiten und in die Mädchenbildung gehen, um Aufklärungsunterricht zu leisten.

Porträt von Jamila: junge Pflegekraft mit langem Zopf in weißer Asklepios-Dienstkleidung vor petrolfarbenem Hintergrund

Jamila

Auch Jamila hat mit der Pflegeausbildung für sich die richtige Entscheidung getroffen: „Ich mag es, ständig unter Storm zu sein. Eine Arbeit mit stummen Akten vor dem PC könnte ich mir nicht vorstellen.“

Möchtest du die Zukunft der Pflege mitgestalten?

Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Deine Zukunft wartet auf dich!

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